Sturmfahrt der Urlauberschiffe
Kreuzfahrten : Sturmfahrt der Urlauberschiffe
Kreuzfahrten polarisieren, erst recht nach dem Unglück von Bremerhaven. Es besteht kein Anlass für eine Abrechnung mit der Branche. Lektionen kann sie aber lernen.
So kann doch kein Urlaub sein. Passagiere des Kreuzfahrtschiffs Mein Schiff 3 vernahmen das Knarzen von Metall und das Bersten von Rettungsbooten, als ihr Urlaubsgefährt in Bremerhaven nach nur gut zwei Kilometern Fahrt mit zwei Frachtern kollidierte. Der Törn, auf drei Wochen ausgelegt, ließ sich schon nach 30 Minuten nicht mehr fortsetzen. An der Reling war das den Passagieren schnell klar, die Reederei verkündet es wesentlich später. Von Transparenz zeugte das nicht, es diente wohl dem Zweck, an Bord Wogen des Unmuts zu verhindern, wenn schon draußen das Wasser aufgewühlt war.
So kann doch kein Urlaub sein. Diesen Gedanken haben andere, die nicht buchen, schon dann, wenn sie eines der Riesenschiffe bloß sehen. Zusammen mit Tausenden an Bord eines schwimmenden Hochhauses zu sein, entspricht nicht jedermanns Vorstellung von Erholung. Kreuzfahrten zählen zu den am meisten polarisierenden Produkten, die die Reisebranche hervorgebracht hat.
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Derzeit kreisen die Debatten um Unfallrisiken, sonst geht es um Schadstoffausstöße oder Touristenwogen, die sich von Schiffen in volle Städte ergießen.........
