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Warum Politiker den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören so oft verpassen

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23.09.2026

Warum Politiker den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören so oft verpassen

Wer lange im Amt bleibt, wirft einen langen Schatten auf die nächste Generation. Warum Loslassen auch eine politische Tugend ist.

Nach 25 Jahren ist Schluss: Der Schaffhauser Ständerat Hannes Germann (70) tritt bei den Wahlen 2027 nicht mehr an.

Vielleicht haben Sie die Bilder des republikanischen Senators Mitch McConnell gesehen. Nach einer dreimonatigen Krankheitspause kehrte der 84-Jährige vergangene Woche in den US-Senat zurück. Abgemagert, apathisch und auf Einflüsterer seiner Partei angewiesen. Der einst mächtigste republikanische Senator ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Im Internet machen sich viele darüber lustig.

So weit sind wir in der Schweiz zum Glück nicht. Eine Vergreisung der politischen Elite wie in den USA kennen wir nicht. Trotzdem drängt sich auch hier die Frage auf: Wann ist für Politikerinnen und Politiker der richtige Zeitpunkt gekommen, das Amt loszulassen?

Die Frage ist heikel. Das zeigte die Ankündigung des Zürcher Regierungsrats Mario Fehr, mit 68 Jahren für eine fünfte Amtszeit zu kandidieren. Schon dass Medien auf sein Alter hinwiesen, löste in den Kommentarspalten Empörung aus.

Mario Fehr selbst fühlte sich bemüssigt, auf seine gute Gesundheit hinzuweisen. An........

© Luzerner Zeitung