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Mehr Corona, weniger Tests

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30.06.2022

Im Angesicht steigender Covid-19-Infektionen und der “Sommerwelle” sollen nun die kostenlosen Schnelltests wegfallen. Das wird weniger Tests, eine größere Dunkelziffer und eine höhere Belastung für Arme zur Folge haben.

Während Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sich über seinen Amtsvorgänger Jens Spahn (CDU) echauffiert, weil dieser ihm “ein großes Defizit in den Kranken- und Pflegekassen” vererbt habe, bleiben die schlechten Entscheidungen unter seiner Führung keinesfalls aus. So sollen die bis dato kostenfreien Corona-Schnelltests, welche von geschultem Personal ausgeführt wurden und somit einen offiziellen Negativbescheid erlaubten, ab heute 3 Euro pro Test kosten. Das geschieht zu einer Zeit, wo keineswegs von einer Beruhigung der Corona-Lage die Rede sein kann: Die Testlabore gehen von einer “Sommerwelle” aus. Laut RKI und DIVI-Intensivregister nehmen die Zahlen an Infektionen und Intensivpatient:innen zu. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz beträgt heute 668,6, im Vergleich zu 532,9 in der Vorwoche.

Die logischen Schlussfolgerungen wären also: mehr Maskenpflicht, mehr Hygienemaßnahmen, mehr Tests. Doch nun kommt es anders. Die neue Regelung ist ein Schlag ins Gesicht für alle – aber besonders für Arme, Risikopatient:innen und jene, die schon mal eine Corona-Infektion durchmachen mussten.

Lauterbach, der zwar sein Wohlwollen für eine Weiterführung der kostenlosen Tests beteuert, gibt hier der FDP-Linie nach. Finanzminister Christian Lindner hatte diesbezüglich verlauten lassen: „Es kann nicht alles auf Dauer vom Bund gezahlt........

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