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Wahlkampfhelfer

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06.08.2026

Knapp zwei Monate noch, dann wählt Brasilien seinen neuen Präsidenten. Höchste Zeit, im Kampf um die Wählergunst in die vollen zu gehen. Das dachte sich nicht nur die regierende Arbeiterpartei (PT), als sie am Sonntag Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erneut zum Kandidaten machte.

Doch wer glaubt, Lulas eigentlicher Gegner heiße Flávio Bolsonaro – jener Sohn, der als nächster Präsident seinen wegen Putschversuchs verurteilten Vater Jair rächen will –, der irrt. Der wahre Endgegner sitzt im Weißen Haus. Und er spielt schmutzig, geht es doch um die Rückeroberung des wirtschaftsstärksten Landes Südamerikas. Das soll aus den Fängen einer Regierung befreit werden, die sich an internationales Recht hält und auf souveräne außen- und wirtschaftspolitische Beziehungen pocht. Zwölf der vergangenen 15 Präsidentschaftswahlen in Lateinamerika gingen zuletzt an US-freundliche Kandidaten. Bolsonaro soll der nächste sein.

Damit das klappt, sät........

© Junge Welt