Europäer müssen nach Iran-Deal nun Trumps Schwäche nützen
Nach zahllosen Ankündigungen Donald Trumps ist es nun endlich so weit: Die USA und der Iran haben sich darauf geeinigt, nicht mehr aufeinander zu schießen. Zumindest vorerst – also solange nun 60 Tage über eine langfristige Lösung verhandelt wird. Das Regime in Teheran feiert das Abkommen als Sieg. Doch durch den Krieg wurden große Zerstörungen an Irans Infrastruktur angerichtet. Trump wiederum ist – zumindest im Moment – politisch geschwächt. Und genau das sollten sich jetzt die Europäer zunutze machen.
Als am Golf noch Raketen und Drohnen einschlugen und sich der US-Präsident über ausbleibende Hilfe aus Europa beklagte, erhielt er aus Europa diese Antwort: „Du hast den Krieg begonnen, ohne uns zuvor zu konsultieren. Schau jetzt selber, wie du aus dem Schlamassel wieder herauskommst.“ Damit hatten die Europäer auch grundsätzlich recht. Warum sollten sie sich in einen bewaffneten Konflikt hineinziehen lassen, der von einem Mann begonnen wurde, der sich ohnehin nicht um ihre Meinung schert.........
