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Warum gibt es eigentlich keine „Deutschinnen“?

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26.03.2019

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In diesen Wochen, in denen es noch nicht so richtig Frühling werden will, ist es angenehm, wenn ich warm und gemütlich vor dem Computer sitzen darf. Obwohl ich immer anzudeuten versuche, dass ich Autor und kein Blogger und keine Sprachauskunft jenseits meiner Texte bin, freue ich mich natürlich über die reichliche Post, die mich per E-Mail erreicht. Heute wollen wir einmal einige Zuschriften aufarbeiten.

Zum Weltfrauentag fragte ein mit einem zusätzlichen Feiertag beschenkter Leser in Berlin, warum es zwar Engländerinnen, Polinnen, Französinnen, Amerikanerinnen und selbst massenhaft Syrerinnen gebe, aber keine „Deutschinnen“. In der Tat, das erstaunt. Wir kennen in der Sprache „die“ ­Deutsche als deutsche Frau im ­Singular, aber im Plural („die Deutschen“) sind wir geschlechtslos geeint als ein einig Volk. Das erstaunt umso mehr, als unsere Gender-Polizist*innen sonst verbissen bemüht sind, nicht nur Lebewesen, sondern auch toten Gegenständen eine weibliche Form und möglichst noch ein paar Geschlechter........

© Berliner Morgenpost