VPN-Apps mit Trackern: 85 Prozent spähen ihre Nutzer aus
VPN-Apps mit Trackern: 85 Prozent spähen ihre Nutzer aus
VPN-Apps mit Trackern: Proton hat mehr als 7.000 VPNs untersucht. 85 Prozent der US-Apps enthalten Tracker, einige erfassen den Standort.
VPN statt Überwachung?
Welche Daten sammeln VPN-Apps mit Trackern?
64 VPNs gehören chinesischen Unternehmen
VPN-Apps mit Trackern: Das VPN weiß, wo du bist
So funktioniert das Tracking in VPN-Apps
Auch die Großen tracken
Apple und Google stehen ebenfalls in der Kritik
Ein VPN macht noch nicht anonym
Eigentlich sollte ein VPN die Privatsphäre schützen, indem es die eigene IP-Adresse verschleiert und neugierige Blicke vom eigenen Datenverkehr fernhält. Eine Untersuchung von Proton führte aktuell allerdings zu einem alarmierenden Ergebnis: 85 Prozent der VPN-Apps mit Trackern in den USA erfassen Daten über ihre Nutzer. Ein Teil davon erfasst sogar den physischen Standort.
VPN statt Überwachung?
Mit der Nutzung eines VPN bezweckt man, privat zu bleiben. Statt dass Provider, Werbenetzwerke oder andere Dritte Internetnutzer auf Schritt und Tritt verfolgen können, soll eine VPN-Verbindung für Anonymität sorgen. Mit diesem Schutzversprechen werben VPN-Anbieter schließlich um ihre Kundschaft. Offenbar ist diese Zusage jedoch nicht bei allen Anwendungen belastbar.
Proton hat im Rahmen einer mehrmonatigen Untersuchung über 7.000 mobile VPN-Apps weltweit untersucht. Für die Analyse der Tracker griff das Schweizer Unternehmen auf Daten von Exodus Privacy zurück. Die Open-Source-Plattform untersucht Android-Apps anhand von Code-Signaturen auf Analyse-, Werbe- und Profiling-Tracker.
Für den US-Markt nahm Proton 390 VPNs unter die Lupe, die über den Apple App Store und Google Play verfügbar waren. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: 85 Prozent dieser VPNs enthielten Tracker. Rund ein Viertel der untersuchten Anwendungen verfolgte laut Proton zudem aktiv den physischen Standort ihrer Nutzer. Damit werden zahlreiche VPN-Apps mit Trackern selbst zur zusätzlichen Datenquelle für Informationen über ihre Nutzer.
Welche Daten sammeln VPN-Apps mit Trackern?
Tracker sind eigenständige Software-Elemente oder Skripte, die überwiegend das Verhalten von Nutzern analysieren. Ihr Einsatz kann dabei beispielsweise Analysezwecken, Werbung, Absturzberichten oder der Messung der App-Nutzung dienen. Entscheidend ist deshalb, welche Informationen sie erfassen und wohin diese übertragen werden.
Problematisch wird es dort, wo umfangreiche Informationen über den Nutzer erfasst und an Dritte weitergegeben werden. Proton nennt diesbezüglich unter anderem die Google Advertising ID (GAID), das Gerätemodell, den verwendeten Netzwerktyp und den Namen des Mobilfunkanbieters. Rund ein Viertel der untersuchten VPN-Apps erfasst den physischen Standort des Nutzers. Für eine Anwendung, deren zentraler Verkaufsgrund die Privatsphäre ist, dürfte das bei sicherheitsbewussten Nutzern für Skepsis sorgen.
Außerdem stellte Proton fest, dass Tracker aus den untersuchten VPN-Apps Daten unter anderem nach China, Russland und Israel übermittelten. In der von dem........
