Treffen von Merz und al-Scharaa: 80 Prozent der Syrer sollen in ihr Heimatland zurückkehren
„Allahu akbar“ rufen seine Anhänger vor dem Berliner Hauptbahnhof. Zu Deutsch: Gott ist groß. Über hundert Männer und Frauen haben sich am Montag auf dem Platz versammelt. Sie schwenken grün-weiß-schwarze Fahnen mit drei roten Sternen, die syrische Flagge. Manche der Männer und Frauen halten Banner in die Höhe. Darauf gedruckt das Konterfei von Ahmed al-Scharaa, dem syrischen Interimspräsidenten, den sie hier „Befreier“ nennen. Sie sind gekommen, um ihm zuzujubeln.
Das erste Mal seit gut 25 Jahren ist ein syrischer Präsident zum Staatsbesuch in Deutschland. Der 17-jährige Farouk Gazoglei, selbst in Aleppo geboren und seit 2015 in Deutschland, freut sich über den Gast. „Nach 14 Jahren Krieg, Tod, Hunger und Armut fühlt es sich zum ersten Mal wieder so an, dass wir einen richtigen Staat haben“, sagt er. Das wolle man feiern. Natürlich, so sagt er, kenne er auch „die Vergangenheit dieser Regierung“. Aber man solle keine voreiligen Schlüsse ziehen. „Jeder hat eine zweite Chance verdient“.
Merz und al-Scharaa wollen, dass 80 Prozent der Syrerinnen und Syrer zurückkehren
Mit Vergangenheit meint Farouk den Werdegang al-Scharaas. Die USA hatten einst ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. Bis vor wenigen Jahren führte er eine........
