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Merz in Moldau: „Wir stehen an eurer Seite, jetzt und in der Zukunft“

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20.05.2026

Es ist – so viel kann man wohl sagen – nicht das typische Merz-Publikum. In den ersten Reihen stehen Teenager, klammern sich an die metallenen Absperrungen. Bis eben haben sie noch gesungen und getanzt. Auf der Bühne stand Irina Rimes, eine der bekanntesten Popstars des Landes. Für viele wohl ein Idol und an diesem Tag sowas wie die Vor-Band für Friedrich Merz. Sie bejubeln den deutschen Bundeskanzler vielleicht nicht ganz so frenetisch. Aber der Applaus ist laut, als er ihnen entgegenruft: „Ihr seid Teil der europäischen Familie“. Oder: „Wir stehen an eurer Seite, jetzt und in der Zukunft“.

An diesem Mittwoch feiert die Republik Moldau ihren 24. Unabhängigkeitstag. Etwa 80.000 Menschen sind in die Innenstadt von Chişinău gekommen. Auch für den deutschen Bundeskanzler kommt es nicht häufig vor, dass er zu einem so großen Publikum spricht.

Auf der Bühne ist er aber nicht allein. Neben ihm stehen der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, der französische Präsident Emmanuel Macron und die Präsidentin von Moldau, Maia Sandu. Viele Menschen im Publikum haben die Fahne Moldaus dabei. Manche auch die europäische Flagge. Tusk und Macron halten ihre Reden auf Rumänisch, der Amtssprache. Das kommt an. Alle vier wirken ehrlich berührt von der Szenerie, dem Fest der Unabhängigkeit in der Hauptstadt, den vielen jungen Leuten. Denn alle wissen: Diese Unabhängigkeit ist bedroht.

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