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Eine Gegenbewegung zur Tyrannei der Selbstoptimierung

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06.05.2026

Dieser Sommer scheint vielversprechend zu werden – das wusste ich, seit ich Madonna neben Sabrina Carpenter mit kaputt gebleichten Haaren auf der Coachella-Bühne stehen sah. Auch Carpenter ließ sich beim »Like a Prayer«-Duett mit der Queen of Pop nicht lumpen – neben ebenfalls frizzeligem Haar ließ sie sich ein sonderbares Make-up stehen: Ihre Foundation hatte sie nur halb aufs Gesicht aufgetragen, weil ihre Stylist*innen wohl dachten, ihr Pony würde ihre käseweiße Stirn verdecken. Aber falsch gedacht: Die warmen Coachella-Winde hatten andere Pläne und legten diesen Fail frei. Nach dem Auftritt gab Madonna in den sozialen Medien bekannt, dass ihr Vintage-Bühnenoutfit nach besagtem Auftritt verschwunden sei – Chaos pur.

Gut, bei Madonna war mir eh schon klar, dass sie mehr und mehr auf perfekte Auftritte pfeift. 2023 wohnte ich einem Konzert ihrer Deutschlandtournee bei – als eingefleischter Fan seit den 1980ern ein Pflichttermin für mich. In einer überwiegend mit Frauen und Gays befüllten Konzerthalle war das einzig Divenhafte, was Madonna sich gönnte, dass sie 90 Minuten zu spät auf die Bühne kam. Ansonsten hielt sie sich süß-bescheiden bei ihrem eigenen Gig im Hintergrund auf: Ihre besten Hits wurden gespielt, sie hatte Spaß mit ihren Tänzer*innen, sie tanzte viel, aber musste sich auch oft hinsetzen, um sich auszuruhen. Außerdem feierte sie ihr Team auf der Bühne und sorgte........

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