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Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

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09.09.2026

09. September 2026 – 27. Elul 5786

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Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

Das Ego von Lior Raz scheint so groß, dass es an ein Wunder grenzt, dass er durch die Tür gepasst hat. Doch war der Auftritt des Fauda-Stars beim »Taglit«-Abend am Sonntag in Berlin auch ein emotionales Bootcamp in Sachen Resilienz. Und am Ende fühlten sich einige Gäste möglicherweise selbst ein Stückchen größer.Seit 26 Jahren bringt die durch Privatspenden sowie die israelische Regierung und den Zentralrat der Juden in Deutschland finanzierte Organisation Taglit junge Juden zwischen 18 und 26 Jahren für zehn Tage nach Israel, damit diese das Land abseits von sozialen Medien und Nachrichten mit eigenen Augen sehen und erleben können. »Es macht etwas mit ihnen«, betont der israelische Botschafter in Berlin, Ron Prosor, der ebenfalls gekommen ist. »Und es macht etwas mit ihren Familien. Weil sie begreifen, dass dies der einzige Staat für das jüdische Volk ist.«Und wer könnte den Kampf um die »diverse, großartige Demokratie unter Beschuss« (Prosor) besser verkörpern als Israels Superstar. Auch wenn Lior »Doron« Raz irgendwie seltsam aussieht, so glattrasiert in einem eleganten schwarzen Anzug und polierten Lederschuhen. Etwas fehlt ohne Schweiß und Blut im Gesicht, ohne Sandalen und Ganzkörper-Staub. Immerhin, die Entschlossenheit ist die gleiche, auch wenn an diesem Abend die Fragilität fehlt, die den Serienhelden Doron Kavillio, teddybäriger Kommandant einer verdeckt arbeitenden Anti-Terroreinheit, zur Ikone hat werden lassen. Der Teddybär auf dem Podium ist zynisch.

Im Mauerpark legt er sich mit einem Mann an, der Palästinenser-Fahnen verkauft.

Im Mauerpark legt er sich mit einem Mann an, der Palästinenser-Fahnen verkauft.

Zuerst macht Raz ein bisschen Werbung für die Serie, für die er steht, und deren weltweiten Erfolg. Dann reiht er Berichte von Begegnungen mit begeisterten Fans aneinander: von Hunderten Statisten beim Dreh von Gladiator 2 über eine Sicherheitsbeamtin am Flughafen von Miami bis zum indischen Premierminister Narendra Modi. »Er war kurz in Israel und wollte nur zwei Leute treffen: Bibi Netanjahu und mich«, sagt Raz, ohne mit der Wimper zu zucken. Sogar sein Humor ist hart wie Beton.Eine etwas andere Begegnung hatte der Schauspieler und Drehbuchautor........

© Juedische Allgemeine