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Zwischen OP-Saal und Parkgarage

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08.06.2026

08. Juni 2026 – 23. Siwan 5786

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Zwischen OP-Saal und Parkgarage

Aus Schutz vor den Angriffen aus dem Iran werden Patienten und Personal in unterirdische Bereiche verlegt. Die psychische Belastung wächst besonders bei Kindern

Die Neonlampen werfen kaltes Licht auf die Flure tief unter der Erde. Pflegekräfte schieben Betten durch Schutzschleusen, medizinische Geräte werden in gesicherte Bereiche gebracht. Im Schneider-Kinderkrankenhaus bei Tel Aviv herrscht routinierte Anspannung. Während über Israel erneut die Gefahr iranischer Raketenangriffe schwebt, findet das Leben in den Kliniken einmal mehr unterirdisch statt.

»Die Verlegung der Intensivstation in den geschützten Bereich des Krankenhauses ist im Schneider Kinderzentrum nun abgeschlossen«, erklärt Omer Niv, stellvertretender Direktor des Krankenhauses, am Montagmittag. »Falls erforderlich und gemäß den Vorgaben werden wir die übrigen Abteilungen ebenfalls in unseren geschützten Bereich verlegen. Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet und arbeiten kontinuierlich daran, die Versorgung aller Kinder so sicher wie möglich zu gewährleisten.«

Israels Krankenhäuser haben nach der Wiederaufnahme iranischer Raketenangriffe innerhalb weniger Stunden in den Notfallmodus geschaltet. Auf Anweisung des Gesundheitsministeriums wurden medizinische Einrichtungen im ganzen Land angewiesen, ihre Tätigkeit soweit möglich in geschützte unterirdische Bereiche zu verlegen. Nicht dringende Operationen wurden abgesagt, Patienten mit stabilem Gesundheitszustand nach Hause entlassen und Personal für einen raschen Übergang in den Krisenbetrieb mobilisiert.

Gesundheitszentren ohne Schutzräume bleiben vorerst geschlossen

Die Maßnahmen erinnern an die ersten Monate des Gaza-Krieges sowie an die direkten Konfrontationen zwischen Israel und Iran im vergangenen Jahr. Damals hatten zahlreiche Krankenhäuser ihre unterirdischen Parkhäuser, Lagerflächen und Versorgungstrakte in provisorische Behandlungsstationen umgewandelt. Auch jetzt werden diese Bereiche erneut genutzt, um Patienten und Personal vor möglichen Einschlägen ballistischer Raketen zu schützen.

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© Juedische Allgemeine