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Jüdische Präsenz

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11. Mai 2026 – 24. Ijar 5786

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Mit der neuen Hauptsynagoge »Ohel Jakob« ist die jüdische Gemeinde ins Herz der Stadt zurückgekehrt

Sie ziert das Stadtbild Münchens, mitten in der Altstadt, nur wenige Gehminuten von Rathaus und Viktualienmarkt entfernt: Die Hauptsynagoge »Ohel Jakob« der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbay­ern (IKG) ist eines der bedeutendsten baulichen Zeugnisse jüdischer Präsenz in Deutschland. Der moderne Sakralbau, der gemeinsam mit dem Gemeindezentrum und dem städtischen Jüdischen Museum das Jüdische Zentrum München bildet, wird im Herbst den 20. Jahrestag seiner Eröffnung feiern.

Die Geschichte des Gebäudes erzählt auch die jüngere Geschichte der Stadt München. »Ohel Jakob«, »Zelt Jakobs«, so hieß bereits die Synagoge in der Herzog-Rudolf-Straße aus dem Jahr 1892, die die Nationalsozialisten in der Pogromnacht 1938 in Brand steckten. Zuvor war im Juni desselben Jahres auf Befehl Hitlers die alte Hauptsynagoge an der Herzog-Max-Straße abgerissen worden, danach nutzte man die Fläche als Parkplatz.

Auch hier parkten nach dem Krieg erst einmal Autos

Viele Jahrzehnte später wurde dann eine andere Brachfläche in der Innenstadt, der St.-Jakobs-Platz, zum neuen Zentrum jüdischen Lebens in München. Auch hier parkten nach dem Krieg erst einmal Autos, während das Gemeindeleben der IKG sich in der nahen Reichenbachstraße abspielte, im sprichwörtlichen Hinterhof.

Ein neues Kapitel begann, als mit der Zuwanderung aus der zerfallenden Sowjetunion Anfang der 90er-Jahre die alten Strukturen für die Bedürfnisse der IKG zu klein wurden.

Oberbürgermeister Christian Ude machte das Projekt damals zur Chefsache.

Oberbürgermeister Christian Ude machte das Projekt damals zur Chefsache.

Als IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch schließlich ihren Herzenswunsch, die sichtbare Rückkehr jüdischen Lebens in die Mitte der........

© Juedische Allgemeine