Weltmacht um jeden Preis
Peking setzt seine wachsende Macht immer stärker aktiv ein, auch gegen Europa. Das sollte die Deutschen alarmieren.
Im Jahr 2025 ist China zum ersten Mal als Weltmacht aufgetreten und hat sich als solche auch durchgesetzt. Die chinesische Weltmarktdominanz bei den Seltenen Erden hat Trump einknicken lassen und den amerikanischen Handelskrieg mit China vorzeitig beendet. Doch auch sonst setzt Peking seine wachsende Macht immer öfter aktiv ein. Auch gegen Europa.
Wirtschaftlich verfolgt Peking die langfristige Strategie, die Welt stärker von China abhängig zu machen – und China unabhängiger von der Welt. Der neue Fünfjahresplan setzt Xi Jinpings kostspielige Autarkiepolitik fort. Politisch will China die internationale Ordnung so verändern, dass sie passender wird für die Herrschaftsform der Kommunistischen Partei.
Dazu geht Peking gezielt gegen eine der wichtigsten Institutionen vor, die der Westen im Gegensatz zu China hat: das Bündnis- und Allianzsystem. Ein Ende der NATO und der EU lägen in Pekings Interesse. Begeistert verbreiten chinesische Stellen deshalb die antieuropäischen Tiraden aus Washington als Boten einer neuen Zeit.
China will nicht nur das transatlantische Bündnis schwächen, sondern Europa auch von innen spalten. Das ist schon im Kleinen zu erkennen: Als kürzlich der französische Präsident Emmanuel Macron zu Besuch war,........
