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Rettet den Fussball, schafft die Fifa ab!

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30.07.2026

Rettet den Fussball, schafft die Fifa ab!

Von Thomas Beschorner

Die Fifa macht erneut Negativschlagzeilen. Statt uns zu empören, können und sollten wir uns grundsätzlicher fragen, wie wir Integrität gewährleisten können, wenn uns das Spiel etwas bedeutet, schreibt Thomas Beschorner.

Fifa-Präsident Gianni Infantino bei einer Medienkonferenz im März 2026 in Washington DC.

Die Spiele sind vorbei, der Nachgeschmack bleibt. Denn so schön die Partien auf dem Platz waren, so sehr hat die Fifa als Ausrichterin der Fussballweltmeisterschaft erneut ihre hässliche Fratze gezeigt, wovon vielfältige ethische Verstösse während des Turniers zeugen.

Das ist womöglich nur die Spitze des Eisbergs, denn unter der Oberfläche setzen sich verschiedene Entwicklungen fort, die die Integrität des Weltverbandes weitergehend infrage stellen: Fifa-Präsident Gianni Infantino sieht sich beispielsweise mit dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs im Rahmen einer Kampagne zu seiner Wiederwahl konfrontiert. Und wie in den letzten Tagen bekannt wurde, will die Fifa den Fussball weiter kommerzialisieren, indem Anteile an der Fussball-WM an eine Investorengruppe verscherbelt werden sollen.

Professor Thomas Beschorner ist Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen.

«Vor dem Spiel, ist nach dem Spiel» lautet eine bekannte........

© Aargauer Zeitung