Flock ließ Polizeianfragen zu Kennzeichen über Suchmaschinen durchsickern
Flock ließ Polizeianfragen zu Kennzeichen über Suchmaschinen durchsickern
Suchmaschinen indexierten sensible Polizeianfragen von Flock. Kennzeichen und Ermittlungsdetails waren öffentlich sichtbar.
Sensible Polizeianfragen landeten bei DuckDuckGo und Bing
Ermittlungsdaten über Suchmaschinen auffindbar
Flock spricht von Suchanfragen statt Suchergebnissen
Überwachung ohne richterlichen Beschluss
Kein Einzelfall bei Flock
Der US-amerikanische Anbieter von automatischen Kennzeichenerkennungssystemen (ALPR) Flock gerät erneut wegen eines Datenschutzvorfalls in die Schlagzeilen. Wie Recherchen von 404 Media und anderen Datenschützern zeigen, konnten Suchmaschinen wie DuckDuckGo und Bing Informationen über polizeiliche Kennzeichenabfragen indexieren und öffentlich zugänglich machen.
Sensible Polizeianfragen landeten bei DuckDuckGo und Bing
Besonders brisant: In den Suchergebnissen erschienen teilweise nicht nur die Gründe für die Abfragen, sondern offenbar auch konkrete Kennzeichen, Fahrzeugmerkmale und Ermittlungsdetails. Der Vorfall verdeutlicht einmal mehr, dass Überwachungstechnologien nicht nur durch Hackerangriffe zum Risiko werden können, sondern auch durch grundlegende technische Fehlkonfigurationen.
Ermittlungsdaten über Suchmaschinen auffindbar
Aufgedeckt hat der Vorfall die NoCo Privacy Coalition, eine Datenschutzinitiative aus Nord-Colorado, USA. Die Aktivisten stießen auf zahlreiche Suchergebnisse, die auf Flock-Systeme verwiesen und sensible Informationen enthielten.
Laut den Datenschützern waren in den öffentlich sichtbaren URLs unter anderem Kennzeichen inklusive Bundesstaat, Fahrzeugmarke, Modell, Farbe sowie weitere Identifikationsmerkmale enthalten. Zudem fanden sich Angaben zu Fallnummern und Hinweise auf laufende Ermittlungen.
404 Media überprüfte die Hinweise und konnte mehrere entsprechende Treffer in DuckDuckGo nachvollziehen. Die Suchergebnisse enthielten beispielsweise Verweise auf Fahrzeugdiebstähle („GTA“ für Grand Theft Auto), Ermittlungen („Investigation“) oder konkrete Fallnummern. In einigen Fällen waren sogar die Zeiträume der polizeilichen Suchanfragen sichtbar.
Flock spricht von Suchanfragen statt Suchergebnissen
Das Unternehmen reagierte auf die Vorwürfe mit einer Stellungnahme. Demnach seien keine eigentlichen Suchergebnisse oder polizeilichen Datensätze veröffentlicht worden. Vielmehr handele es sich um........
