Was bleibt von Trumps China-Besuch?
Manchmal erzählt der Ort die eigentliche Botschaft. Am zweiten Tag seines Peking-Besuchs wurde Donald Trump hinter die Mauern des Regierungsviertels Zhongnanhai gelassen. Der US-Präsident war offensichtlich beeindruckt von der sorgfältig gestalteten Gartenlandschaft, den teils über tausend Jahre alten Bäumen. Und dann wandte sich Trump an Xi Jinping, im Inneren des chinesischen Machtzentrums, und fragte bedeutungsschwer: „Bringen Sie auch andere Präsidenten hier her?“.
Es ist offensichtlich, dass die Chinesen den Trump-Code geknackt haben. Das Gipfeltreffen in der chinesischen Hauptstadt war in seiner Inszenierung geschickt darauf ausgelegt, dem Ego des narzisstischen Gastes aus Washington zu schmeicheln: mit Paukenschlag und Fanfaren wurde er am Flughafen empfangen, von Fahnen schwingenden Kindern vor der Großen Halle des Volkes bejubelt. Die Optik von Trumps Peking-Besuch war pompös und herzlich. Inhaltlich jedoch dürfte nur eine Seite das Treffen als Erfolg verbuchen können.
Peking rückte die Taiwan-Frage ins Zentrum seiner Forderungen
Wer die ersten schriftlichen Ergebnisse der Gespräche zu sehen erhielt, bekam den Eindruck von zwei grundsätzlich anderen Narrativen. Laut der US-Seite habe man mit den Chinesen über die........
