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Anschlag in Kongsberg: Norwegisches Trauma wiederholt sich

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15.10.2021

Berlin. Der Anschlag in Kongsberg verstört, auch weil der Täter polizeibekannt war. Doch im Rechtsstaat heiligt der Zweck nicht die Mittel.

Wann immer sich ein Anschlag ereignet, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Täter den Sicherheitsbehörden bekannt ist. Auch der Däne, der in einer norwegischen Kleinstadt mit Pfeil und Bogen loszog und wahllos Menschen angriff, einige verletzte und fünf tötete, stand mehrfach vor Gericht, hatte die eigene Familie bedroht, war zum Islam konvertiert und gleichzeitig wegen Radikalisierungstendenzen aufgefallen. Er wurde deshalb schon vor der Tat „kontaktiert“.

Manchmal wirkt eine Ansprache. Sie führt potenziellen Gewalttätern vor Augen: Wir beobachten dich, Du bist unter Wind, wie Polizisten sagen. Manche lassen sich einschüchtern, der Mann in Kongsberg nicht.

Für die Öffentlichkeit ist es schwer erträglich, dass erst etwas passieren muss, damit was passiert. Einzeltäter, Konvertit Gewalterfahrung. Hätte man da nicht eins und eins zusammenzählen........

© NRZ


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