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Springer-Chef Döpfner nimmt „Politico“-Redaktion in die Pflicht

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29. April 2026 – 12. Ijar 5786

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Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 09:23 Uhr

Mathias Döpfner, der Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer und damit auch oberster Verantwortlicher des US-Nachrichtenportals »Politico«, hat die Unternehmenswerte des Hauses mit ungewöhnlicher Deutlichkeit verteidigt. In einer internen Mitarbeiterversammlung machte er klar, wer die zentralen Grundsätze des Unternehmens nicht teile, Unterstützung für das Existenzrecht Israels inklusive, solle lieber woanders arbeiten.

Dies geht aus einem Mitschnitt des Gesprächs hervor, den die Publikation »Jewish Insider« erhielt und auswertete.

Auslöser des Treffens war dem Bericht zufolge ein Schreiben von »Politico-Mitarbeitern an den künftigen Chefredakteur Jonathan Greenberger. Darin wurde Döpfner vorgeworfen, «Politico» für die Verbreitung seiner politischen Positionen zu nutzen. Konkret bezog sich die Kritik auf mehrere Gastbeiträge Döpfners, in denen er Europa zu mehr Unterstützung für die USA und Israel im Konflikt mit Iran aufgerufen hatte.

«Ich werde mehr schreiben, nicht weniger»

Außerdem beanstandeten Mitarbeiter laut «Jewish Insider» Aussagen Döpfners über europäische Hilfen für Palästinenser, die nach seiner Darstellung indirekt Terroristen zugutekommen. Redaktionsmitglieder äußerten die Sorge, solche Texte könnten den Ruf von «Politico» als unparteiische Nachrichtenplattform beschädigen.

Döpfner wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, sich künftig noch häufiger öffentlich zu äußern. «Ich werde in Zukunft mehr schreiben, nicht weniger»,........

© Juedische Allgemeine