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Käsekrise

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15.10.2026

15. Oktober 2026 – 4. Cheschwan 5787

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Was nach einem Lieferengpass im Supermarkt aussieht, steht für ein großes Problem. Weil ausländische Techniker Israel meiden, stehen immer häufiger Maschinen still

Keine Sahne, kein Hüttenkäse, kaum Butter. Gähnende Leere im Kühlregal des Makolet. »So ist das schon seit Monaten«, sagt Eigentümer Shalom Biton und winkt ab. Die Märkte im Tante-Emma-Stil stehen bei Israelis besonders für kleine Einkäufe hoch im Kurs, wenn die Milch für den Morgenkaffee alle ist, man eine Flasche Wein fürs Date braucht oder Hüttenkäse für das Abendessen. Der »Cottage« darf auf keinem Abendbrottisch fehlen – tut er aber in letzter Zeit.

Biton gehört der Makolet in der Herzlstraße in Netanja. Das meistbenutzte Wort der vergangenen Monate sei »chasser«, Hebräisch für »fehlt«, berichtet er. Milchprodukte seien bereits seit Juni knapp. »Meist kommt nur eine kleine Charge an, oft gar nichts«, beklagt er sich. Seine Kunden würden meckern, weil vor allem der Cottage immer schon am späten Vormittag ausverkauft sei.

Deshalb hat er nun einen Zettel an seine Kühltheke geklebt: »Cottage 5 %: beschränkt auf 1 Packung, Cottage 9 %: beschränkt auf 2. Danke fürs Verständnis.« Der Händler weiß sich nicht anders zu helfen. »Und dabei ist nicht einmal Schawuot.« Womit er sich auf den jüdischen Feiertag bezieht, an dem traditionell Milchprodukte auf den Tisch kommen und die Israelis schon Tage zuvor die Regale leerräumen.

Schawuot ist nicht schuld

Doch Schawuot hat nichts mit diesem Käsemangel zu tun. Auch sind keine Kühe verantwortlich, die manchmal in extrem heißen Sommern zu wenig Milch geben. Es geht um Technik, Krieg und jede Menge Politik.

Der beliebte Cottage wird in den Fabriken des Lebensmittelherstellers Tnuva in komplexen Abläufen in Hightech-Produktionsanlagen hergestellt. Doch diese Maschinen sind anfällig für Störungen, und genau........

© Juedische Allgemeine