Erwünschte Wirkung bleibt aus: Die Social-Media-Verbote funktionieren nicht
Bangkok. Australien gilt für Staaten weltweit als Vorbild, wenn es darum geht, den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu sozialen Medien zu beschränken. Doch knapp vier Monate nach dem Start des Social-Media-Verbots für unter 16-Jährige muss die Regierung in Canberra nun einräumen, was sich bereits seit Längerem abgezeichnet hat: Ihr Gesetz verfehlt die erwünschte Wirkung.
Für Befürworter des Verbots, die sich davon einen besseren Jugendschutz versprechen, dürften die von den Behörden vorgelegten Zahlen eine große Enttäuschung sein: Sieben von zehn Kindern und Jugendlichen unter 16, die in der Vergangenheit in sozialen Medien aktiv waren, hatten auch lange nach dem Inkrafttreten des Verbots noch immer Zugang zu den Plattformen. Das ergab eine von der Regierung in Auftrag gegebene Umfrage unter knapp 900 Eltern, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden .
Zwar sei die Zahl der Social-Media-Konten von unter 16-Jährigen gesunken, bilanzieren die Studienautoren, „ein erheblicher Anteil der Kinder behielt aber Accounts auf Plattformen, die der Altersbeschränkung unterliegen“. Die zuständige Behörde für Onlinesicherheit wirft den Anbietern vor, dass ihre Technologie zur Altersverifizierung – wie die Schätzung des Alters anhand von Gesichtszügen – nicht effektiv genug sei. Das Vorgehen sei inakzeptabel, sagte die australische Kommunikationsministerin Anika Wells.
Bangkok. Australien gilt für Staaten weltweit als Vorbild, wenn es darum geht, den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu sozialen Medien zu beschränken. Doch knapp vier Monate nach dem Start des Social-Media-Verbots für unter 16-Jährige muss die Regierung in Canberra nun einräumen, was sich bereits seit Längerem abgezeichnet hat: Ihr Gesetz verfehlt die erwünschte Wirkung.
Für Befürworter des Verbots, die sich davon einen besseren Jugendschutz versprechen, dürften die von den Behörden vorgelegten Zahlen eine große Enttäuschung sein: Sieben von zehn Kindern und Jugendlichen unter 16, die in der Vergangenheit in sozialen Medien aktiv waren, hatten auch lange nach dem Inkrafttreten des Verbots noch immer Zugang zu den Plattformen. Das ergab eine von der Regierung in Auftrag gegebene Umfrage unter knapp 900 Eltern, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden.
Zwar sei die Zahl der Social-Media-Konten von unter 16-Jährigen gesunken, bilanzieren die Studienautoren, „ein erheblicher Anteil der Kinder behielt aber Accounts auf Plattformen, die der Altersbeschränkung unterliegen“. Die zuständige Behörde für Onlinesicherheit wirft den Anbietern vor, dass ihre Technologie zur Altersverifizierung – wie die Schätzung des Alters anhand von Gesichtszügen – nicht effektiv genug sei. Das Vorgehen sei inakzeptabel, sagte die australische Kommunikationsministerin Anika Wells.
