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Merz droht, wichtige Probleme im Land aus den Augen zu verlieren

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29.01.2026

Eigentlich hatte sich der Kanzler über Weihnachten vorgenommen, 2026 weniger zu reisen. Statt als Außenkanzler aufzutreten, wollte er den Schwerpunkt stärker auf Innenpolitik und Wirtschaft legen. Doch US-Präsident Donald Trump durchkreuzte diese Pläne bereits im Januar: Erst ging es um Venezuela, dann um Grönland – und immer wieder um die Ukraine.

So ist Friedrich Merz an diesem Donnerstag zwar körperlich im Deutschen Bundestag anwesend, inhaltlich aber zieht der Kanzler erneut die großen außenpolitischen Linien. Er betont die Bedeutung größerer Souveränität, einer stärkeren Verteidigungsfähigkeit und des Freihandels. Worüber sollte man in diesen Zeiten in einer Regierungserklärung auch sonst sprechen? Die von der eigenen Partei entfachte Teilzeitdebatte wirkt daneben wie vernachlässigbares Klein-Klein.

Was dieser Tage bei vielen Bürgerinnen und Bürgern jedoch ankommt, ist vor allem eines: Politiker sprechen über abstrakte Bedrohungen, haben aber kaum........

© Handelsblatt