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Merz lässt Macron abblitzen: Eine Szene in München entlarvt Europas Krise

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16.02.2026

Es ist womöglich die symbolträchtigste Szene der diesjährigen Sicherheitskonferenz in München: Als Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Samstag zu einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Premier Keir Starmer und Bundeskanzler Friedrich Merz dazustößt, versucht Macron mehrfach, Merz zu begrüßen. Doch der Kanzler reagiert nicht, er scheint ihn zu ignorieren.Ob bewusst oder unbewusst: Das lässt sich nicht sagen. Dass das Video viral ging, überrascht jedoch kaum. Die Szene wirkt wie eine Momentaufnahme dessen, was viele hinter vorgehaltener Hand sagen: Die deutsch-französische Beziehung, der oft beschworene „Motor Europas“, steckt derzeit in einer tiefen Krise.

Tiefe Risse innerhalb Europas

Nach drei Konferenztagen zeigt sich damit ein anderes Bild als erwartet. Nicht der Graben zwischen den USA und Europa ist das Resultat von München, sondern die sich innerhalb Europas vertiefenden Risse. Vereinfacht gesagt stehen sich zwei Linien gegenüber: eine deutsche, die eng an die USA gebunden bleiben will, und eine französische, die strategische Unabhängigkeit anstrebt.

🇩🇪 🇬🇧 / 🇫🇷 : Intense moment de solitude de #Macron face à Merz et Starmer lors de la conférence sur la sécurité à Munich. #MSC pic.twitter.com/iKRtE11TZl— Infos Minutes (@InfosMinutesFR) February 14, 2026

🇩🇪 🇬🇧 / 🇫🇷 : Intense moment de solitude de #Macron face à Merz et Starmer lors de la conférence sur la sécurité à Munich. #MSC pic.twitter.com/iKRtE11TZl

Als Merz am Freitag die Konferenz eröffnete, sprach er davon, Europa stärken und mehr Verantwortung übernehmen zu wollen. Manche Beobachter werteten dies als Signal für mehr Eigenständigkeit gegenüber Washington. Doch die Rede blieb vage. Konkrete Ankündigungen fehlten, vieles blieb auf der Ebene allgemeiner Formeln.

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© Berliner Zeitung