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Korruption in der Ukraine: Wie sich der Staat im Krieg selbst zerfrisst

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15.02.2026

Während sich die Ukraine mit enormem militärischen und gesellschaftlichen Einsatz gegen die russische Invasion verteidigt, wird das Land von einem innerstaatlichen Problem geschwächt, das sich nicht bombardieren lässt. Es ist kein Werk des Kremls, hat nichts mit der Rückkehr Donald Trumps oder den aus ukrainischer Sicht oft zögerlichen Hilfen aus Europa zu tun. Es handelt sich um ein strukturelles Virus, das tief in den Machtmechanismen der Ukraine verankert ist: Korruption.

Vor diesem Hintergrund fällt der neue Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) von Transparency International ernüchternd aus. Zwar verbesserte sich die Ukraine um einen Punkt und belegt nun Rang 104 von 182 Staaten. Doch der minimale Zuwachs dürfte weniger ein Reformdurchbruch sein. Die NGO selbst spricht von keinem strukturellen Fortschritt im kriegsgebeutelten Land. Die Ukraine befindet sich im Index somit zwischen Ländern wie Belize und Sri Lanka.

Korruption in der Ukraine: „Unmöglich zu ignorieren“

„Das vergangene Jahr war kein Jahr tiefgreifender Antikorruptionsveränderungen“, sagt Andrii Borovyk, Geschäftsführer von Transparency International Ukraine, gegenüber der Ukrajinska Prawda. Der Index spiegle vor allem eine veränderte Wahrnehmung wider – ausgelöst durch gesellschaftlichen Druck und einzelne Ermittlungen –, nicht aber eine konsistente politische Strategie gegen Korruption.

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Die Regierungspolitik unter Präsident Wolodymyr Selenskyj kommt bei den Antikorruptionsexperten im Land grundsätzlich nicht gut weg. Der beim Index erreichte Punktgewinn wirke daher eher wie ein Vertrauensvorschuss. „Wir erleben ein vollständiges ethisches Nein der ukrainischen Gesellschaft zur Korruption. Dieser Faktor ist für die politische Führung inzwischen unmöglich zu ignorieren“, so Borovyk.

Doch dieser........

© Berliner Zeitung