Kärnten streitet ums Wasser: Will die Wirtschaftskammer den Wörthersee opfern?
Die Wirtschaftskammer Kärnten will den Wörthersee im Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan rechtlich als „erheblich veränderten Wasserkörper“ neu einstufen lassen. Bisher gilt der See, wie die meisten in Österreich, als „natürlicher Wasserkörper“. Wirtesprecher Stefan Sternad begründet den im Mai im Wirtschaftsparlament beschlossenen Antrag mit touristischer Weiterentwicklung, auch Seeeinbauten sollen möglich sein. Der Umweltdachverband sieht den Vorstoß sehr kritisch.
Hintergrund ist die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Bei natürlichen Wasserkörpern ist ein weitgehend natürlicher Zustand das Ziel. Bei einem „erheblich veränderten Wasserkörper“ sind die Bewertungskriterien und ökologischen Ziele niedriger gesteckt. Die Wirtschaftskammer argumentiert die „erhebliche Veränderung“ in dem Antrag, der der APA vorliegt, unter........
