Der Iran-Deal, den Trump einst zerstörte – jetzt verkauft er ihn als Sieg
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Der Iran-Deal, den Trump einst zerstörte – jetzt verkauft er ihn als Sieg
18. Juni 2026 | Ansgar Graw
Er verspottete Obamas Atom-Abkommen als Katastrophe. Nun wirbt Trump für einen Deal, der verblüffend vertraut wirkt. Was steckt dahinter?
VON ANSGAR GRAW, Tegernsee
Angekündigt war eine Pressekonferenz von Donald Trump am Nachmittag in Évian zum Abschluss des G7-Gipfels. Stattdessen kam dann mit dreistündiger Verspätung eine Rede an die amerikanische Nation, in der sich der Präsident für sein Vorgehen gegen den Iran und eine nun erreichte Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges lobte.
Trumps Erfolgsbilanz in eigener Sache lief auf diesen Dreiklang hinaus: „Wir beenden den aktuellen Konflikt, öffnen die Straße von Hormus und hindern den Iran, jemals eine Atomwaffe zu bekommen.“ Damit hätten die USA „alles erreicht, was wir erreichen wollten und sogar sehr viel mehr“, sagte er, um nur einen Satz später zu erklären, man habe „zu 99 Prozent alles erreicht“. Und weiter: „Die Börsenkurse erreichen wieder Rekordwerte, tausende von Punkten ging es aufwärts. Der Ölpreis stürzt, fällt wie nie zuvor.“
Wird die Straße von Hormus geöffnet?
Man könnte dem entgegenhalten, dass der aktuelle Konflikt ja erst durch den Angriff der USA gemeinsam mit Israel auf den Iran begonnen wurde – das relativiert den Erfolg, ihn nun beendet zu haben. Die Straße von Hormus war nie zuvor gesperrt, und ob Iran und Oman künftig Gebühren für Schiffs- oder Tankerpassagen verlangen können, wie sie es offenkundig planen, wird erst in den nun beginnenden Verhandlungen entschieden. Dass die USA nie eine Atombombe besitzen wollen,........
