Deutschland spart bei der Entwicklungshilfe – Hilfswerke warnen vor dramatischen Folgen
Die Zeiten für die Ärmsten auf der Welt werden härter, und das gleich in vielerlei Hinsicht: Während die Zahl derer, die in extremer Armut leben, im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder gestiegen ist, dreht der Westen den Geldhahn immer weiter zu. Auch Deutschland kappt die Mittel: Der Etat des Entwicklungshilfeministeriums (BMZ) soll nach den Plänen der Bundesregierung im Haushalt für das Jahr 2027 erneut gekürzt werden.
Beim katholischen Hilfswerk „Missio“ in München schrillen die Alarmglocken. „Angesichts der Dramatik der derzeitigen Kriege, Krisen und Konflikte sind weitere Kürzungen aus dem staatlichen Sektor für die betroffenen Menschen existenziell, wenn nicht sogar lebensbedrohlich“, warnt Missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. Hilfsorganisationen würden zunehmend an Grenzen geraten. „Ich appelliere daran, die Ärmsten nicht im Stich zu lassen – im Wissen darum, dass wir eine Menschheitsfamilie sind, in der allen von Gott die gleiche Würde gegeben ist“, wünscht sich Monsignore Huber.
Tatsächlich wurden die zur Verfügung stehenden Gelder im BMZ bereits in den vergangenen Jahren radikal reduziert. 9,5 Milliarden Euro sollen dem Ministerium im Jahr 2027 noch zur Verfügung stehen, im Jahr 2026 waren es 10,06 Millionen, im Jahr 2020 betrug das BMZ-Budget sogar noch 12,44 Milliarden Euro. Die Mittel für humanitäre Hilfe, also Unterstützung in akuten Krisen, hat die Bundesregierung gegenüber dem Jahr 2024 sogar mehr als halbiert. Zur........
