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Belegtes Wissen gegen gefühlte Wahrheiten im Zeppelin Museum

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21.05.2026

„Zeppeline waren unpolitisch“, „Der Zeppelin war ein Friedenssymbol“ oder „Die Nazis haben den Zeppelin missbraucht“: Für die Kuratoren der neuen Ausstellung im Zeppelin Museum sind das „gefühlte Wahrheiten“, die einer genauen Betrachtung nicht standhalten.

„Unser Blick auf die Zeppeline ist meist geprägt von Sympathie und Bewunderung für die Kühnheit und die Ingenieurleistungen der Vergangenheit“, sagt Museumsdirektorin Silvia Rückert. Doch falle ihre Blütezeit in die Zeit des Nationalsozialismus. Die Ausstellung befasst sich mit der Rolle von Technologie, Unternehmen und Personen in Politik und Propaganda dieser Zeit.

Gefühlte Wahrheiten können durch gezielte Beeinflussung entstehen

„Gefühlte Wahrheiten sind keine Wahrheiten. Sie sind subjektive, auf Emotionen aufgebaute Annahmen“, ergänzt Kurator Dominik Busch. Sie basieren demnach selten auf konkreten Fakten, stellen jedoch oft keine gezielte Leugnung dar: „Gefühlte Wahrheiten können auch Ergebnis gezielter Beeinflussung sein.“ Neben der Darstellung nationalsozialistischer Propaganda solle die Ausstellung daher auch dazu beitragen, Strategien und Methoden der Beeinflussung heute zu beleuchten.

Zu den gefühlten Wahrheiten in Friedrichshafen habe die........

© Südkurier