Bürgergeld 2026: Wie viel Geld bekommen Empfänger seit Januar? – mit Tabelle
Seit es 2023 die Nachfolge von Hartz IV angetreten hat, wurde rund um das Bürgergeld kontrovers diskutiert. Häufig wurde kritisiert, dass die Sozialleistung zu wenig Abstand zum Mindestlohn halten würde. Andere befürchteten, dass das Bürgergeld zu hoch sei und Menschen lieber die staatliche Unterstützung beziehen würden, statt Vollzeit zu arbeiten. Das ifo-Institut hat dies anhand einer Analyse nicht bestätigen können. Dennoch endete die Debatte nach der Bundestagswahl 2025 mit der Entscheidung, dass aus dem Bürgergeld eine neue Grundsicherung entstehen soll. Die schwarz-rote Koalition legte auch fest, wie hoch der Bürgergeld-Regelsatz ab Januar 2026 sein wird.
Wie hoch ist das Bürgergeld ab Januar 2026? Mit Tabelle
Vorweg: Wer gehofft hat, dass sich die Regelsätze des Bürgergeldes im Jahr 2026 noch einmal erhöhen, wie es zuletzt 2024 der Fall war, der dürfte von den Entscheidungen der Bundesregierung enttäuscht sein. Denn die Koalition aus Union und SPD hat für das Jahr 2026 eine Bürgergeld-Nullrunde beschlossen. Auch zum Januar 2025 war die Erhöhung beim Bürgergeld ausgeblieben.
Damit bleiben die monatlichen Beträge für das Bürgergeld 2026 unverändert und weisen laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) folgende Regelsätze auf:
Bürgergeld 2026: Warum kommt es zu einer erneuten Nullrunde?
Die zweite Bürgergeld-Nullrunde in Folge wurde am 10. September 2025 von dem Kabinett um Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beschlossen. Der Bundesrat stimmte am 17. Oktober 2025 zu, vom Bundestag braucht es keine Zustimmung. Zuvor kam ein gesetzliches Verfahren zum Einsatz, welches laut der Bundesregierung für die jährliche Prüfung der Bedarfshöhen entwickelt wurde. Als Grundlage wird die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) herangezogen, die alle fünf Jahre erhoben wird. Die EVS legt eine Erhöhung derzeit nicht nahe.
Gesenkt werden darf das Bürgergeld übrigens auch nicht. Der Grund dafür ist eine gesetzliche Regelung, die sogenannte Besitzschutzregelung (§28a Absatz 5 SGB XII), die festlegt, dass das Bürgergeld nicht verringert werden darf, selbst wenn eine Berechnung eine Senkung nahelegt. Diese Schutzregelung sorgt dafür, dass die Betroffenen mindestens den gleichen Betrag wie im Vorjahr erhalten.
Könnte es bald wieder mehr Geld für Bürgergeld-Empfänger geben?
Eine künftige Erhöhung des Bürgergeld-Regelsatzes muss derzeit als unwahrscheinlich betrachtet werden. Die Reform der Grundsicherung, die Union und SPD ausgearbeitet haben, geht nämlich in die andere Richtung. Empfängerinnen und Empfänger müssen sich auf schärfere Sanktionen einstellen, beispielsweise, wenn sie als „nicht erreichbar“ gelten. Wann genau das Bürgergeld in die neue Grundsicherung übergeht, ist bislang nicht endgültig geklärt.
Hinweis der Redaktion: Der Bundestag hat am 5. März 2026 eine Reform der Grundsicherung beschlossen. Aus dem Bürgergeld soll eine „Grundsicherung für Arbeitssuchende“ entstehen, die Geldleistung soll „Grundsicherungsgeld“ heißen. Die neue Grundsicherung soll unter anderem schärfere Sanktionen für Empfängerinnen und Empfänger möglich machen, aber auch andere Neuerungen mit sich bringen. Die Änderungen sollen am 1. Juli 2026 in Kraft treten.
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