Aus dem Irak-Krieg nichts gelernt
Es überrascht nicht, dass Tony Blair erklärte, Großbritannien hätte den illegalen US-israelischen Angriff auf den Iran von Anfang an unterstützen sollen. Dies zeigt, dass er aus dem Desaster der Unterstützung von George Bushs verbrecherischem Krieg gegen den Irak vor 23 Jahren nichts gelernt hat – seine damalige Entscheidung beschädigt seinen Ruf bis heute.
Der ehemalige Labour-Premierminister reiht sich damit in die Kritiker des derzeitigen Amtsinhabers Keir Starmer ein, dem er vorwirft, nicht ausreichend »pro-Trump« zu sein. Blair steht damit neben solchen Personen wie der Chefin der Konservativen Partei, Kemi Badenoch, und dem Gründer der rechtspopulistischen Ukip-Partei, Nigel Farage.
Die linke Medienlandschaft in Europa ist nicht groß, aber es gibt sie: ob nun die französische »L’Humanité« oder die schweizerische »Wochenzeitung« (WOZ), ob »Il Manifesto« aus Italien, die luxemburgische »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek«, die finnische »Kansan Uutiset«, der britische »Morning Star« oder »Naše Pravda« aus Prag. Sie alle beleuchten internationale und nationale Entwicklungen aus einer progressiven Sicht. Mit einer Reihe dieser Medien arbeitet »nd« bereits seit Längerem zusammen – inhaltlich zum Beispiel bei unserem internationalen Jahresrückblick oder der Übernahme von Reportagen und Interviews, technisch bei der Entwicklung unserer Digital-App.
Mit der Kolumne »Die Internationale« gehen wir einen Schritt weiter in dieser Kooperation und veröffentlichen immer freitags in unserer App nd.Digital einen Kommentar aus........
