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„Unsere Rache an den Nazis ist, dass wir den Staat Israel haben“

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14.09.2026

14. September 2026 – 3. Tischri 5787

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»Unsere Rache an den Nazis ist, dass wir den Staat Israel haben«

Der Schoa-Überlebende Yehuda Widawski ist mit 107 Jahren gestorben. Jahrzehntelang suchte und restaurierte er jüdische Gräber in Polen

Im Alter von 107 Jahren ist Jehuda Widawski, einer der ältesten Holocaust-Überlebenden in Israel, gestorben. Der gebürtige Pole hatte sein Leben nach der Schoa einer besonderen Aufgabe gewidmet: Er suchte jüdische Gräber und Friedhöfe in Polen auf, identifizierte sie und setzte sich für ihre Restaurierung ein. Nach Angaben von Präsident Isaac Herzog half er dabei, mehr als 3000 Gräber zu identifizieren.

Widawski wurde 1919 als zweites von vier Geschwistern in der polnischen Stadt Turek geboren. Die Familie zog mehrfach um und ließ sich 1933 in Lodz nieder. Bereits drei Jahre später leitete Widawski ein Textilunternehmen, das Hemden und Unterwäsche für die polnische Armee herstellte.

Bis auf seinen Bruder und Onkel waren alle ermordet worden

Nach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 gelang es der Familie, eine Wohnung innerhalb des Łódźer Ghettos zu erwerben. Dort lebten zeitweise 15 Angehörige zusammen. Die Familie betrieb weiterhin ihr Textilgeschäft und richtete zugleich in ihrer Wohnung eine Suppenküche für andere Ghettobewohner ein.

Als das Ghetto im August 1944 aufgelöst wurde, wurde die Familie nach Auschwitz deportiert. Widawskis Eltern Abraham und Leah sowie sein ältester Bruder Gabriel wurden unmittelbar nach der Ankunft ermordet. Sein jüngerer Bruder Haim Moshe starb später im........

© Juedische Allgemeine