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Ein Begräbnis und ein Gipfeltreffen

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29.07.2026

29. Juli 2026 – 15. Aw 5786

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Ein Begräbnis und ein Gipfeltreffen

Israels Premier Netanjahu und Ukraine-Präsident Selenskyj waren offiziell angereist, um an der Beerdigung von US-Senator Lindsey Graham teilzunehmen. Doch das Begräbnis wird auch für ein geopolitisches Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump genutzt

 29.07.2026 00:20 Uhr

Diplomatie rund um eine Trauerfeier: Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben die Gedenkveranstaltung für den gestorbenen US-Senator Lindsey Graham für politische Gespräche in Washington genutzt. US-Präsident Donald Trump empfing beide vorab separat zu bilateralen Gesprächen im Weißen Haus. Auf Bildern war außerdem zu sehen, wie Netanjahu und Selenskyj am Rande der Feier miteinander sprachen.

Der Republikaner Graham war Mitte des Monats im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Gefäßerkrankung gestorben. Seine immense Bedeutung für die Weltpolitik zeigte sich auch an der Gästeliste der Trauerfeier mit Netanjahu und Selenskyj. So hatte er sich etwa einen Namen als wichtiger Unterstützer Israels und der Ukraine gemacht.

Trump fand in seiner Rede lobende Worte über seinen langjährigen Verbündeten. »Nirgendwo auf der Welt« sei etwas ohne Grahams Meinung geschehen und kein Gesetz sei ohne sein Mitwirken verabschiedet worden, sagte Trump und bezeichnete Graham als »einen geliebten Freund, einen treuen Bruder, einen hoch angesehenen Staatsmann, eine prägende Figur des US-Senats und ein wahres amerikanisches Original«. Er fügte hinzu: »Es gab wirklich niemanden wie Lindsey Graham.«

Netanjahu und Selenskyj verschafften sich bei Trump Gehör

Auch nach seinem Tod führte er so die Verbündeten mit Trump zusammen. Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs empfing der Republikaner Netanjahu im Weißen Haus. Der Besuch war auch deshalb mit Spannung erwartet worden, weil unterschiedliche Interessen im Ende Februar gemeinsam von Israel und den USA begonnenen Krieg zuletzt Risse in der Beziehung der engen Verbündeten offenbarten. Unmittelbar vor Netanjahu empfing Trump bereits Selenskyj.

Was hinter verschlossenen Türen besprochen wurde, drang zunächst nicht an die Öffentlichkeit. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt schrieb nach dem Ende beider Treffen auf X lediglich: »Beide Treffen........

© Juedische Allgemeine