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Zwischen Skepsis und Hoffnung

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23.07.2026

23. Juli 2026 – 9. Aw 5786

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Zwischen Skepsis und Hoffnung

Die jüdische Gemeinschaft sieht den neuen Premier Andy Burnham kritisch – er will die Nahostpolitik des Landes ändern

»Lasst uns die Hoffnung zurückbringen«, so lautete der Wunsch, den Andrew »Andy« Burnham in seiner ersten Rede äußerte, die er als neuer Premierminister vor seinem künftigen Amtssitz 10 Downing Street in London hielt. Zuvor war er bei König Charles im Buckingham Palace vorstellig gewesen, um dem Monarchen »die Hände zu küssen«, wie im traditionsbewussten Königreich die Ernennung eines neuen Regierungschefs bezeichnet wird.

Der 56-jährige Burnham, der sich erst im Juni mit einer Nachwahl ins Unterhaus hatte küren lassen, um den glücklosen Premier Keir Starmer als Chef der Labour Party zu stürzen, versprach, alles zu tun, um schnellstmöglich die Zahl der obdachlosen Menschen auf null zu bringen. Er wünsche sich »ein Land, in dem jeder die Sicherheit eines Daches über dem Kopf hat und in dem niemand zurückgelassen oder abgeschrieben wird«, sagte er, bevor er hinter der berühmten schwarzen Tür verschwand, um sein neues Kabinett zu bilden. Dem wird als Außenminister der ehemalige Labour-Vorsitzende Ed Miliband angehören, Sohn jüdischer Flüchtlinge und ein ausgewiesener Linker.

Schon jetzt massive Zugewinne für die britischen Sozialdemokraten

Den britischen Sozialdemokraten hat der Führungswechsel schon jetzt massive Zugewinne gebracht. In Umfragen liegen sie nun wieder gleichauf mit den Rechtspopulisten von Nigel Farages Partei »Reform UK«. Doch viele in der vom grassierenden Antisemitismus gebeutelten jüdischen Gemeinschaft betrachten Burnham argwöhnisch. War es doch der von ihm verdrängte Starmer, der Labour nach den Antisemitismusskandalen der Ära von Parteichef Jeremy Corbyn wieder auf Kurs gebracht und Vertrauen aufgebaut hatte.

Burnham steht politisch zwar........

© Juedische Allgemeine