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Vielstimmig und komplex

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24.09.2021

Am Anfang war das Laub. Lose Blätter, die Frédéric Brenner an einem Herbsttag 2016 in Berlin entgegenwehten. Er begann sie zu beobachten und zu fotografieren – ihre Struktur, ihre Farben, ihre Bewegung, ihre unterschiedlichen Zersetzungszustände. »Sie erinnerten mich an die Macht der Kapitulation – loslassen, zuhören und dann umarmen«, beschreibt der Künstler den Beginn seines Projekts, aus dem drei Jahre später ZERHEILT entstehen sollte – eine Ausstellung über jüdisches Leben in Berlin.

Auch das erste Bild, das beim Betreten der Ausstellung ins Auge fällt, erinnert an ein fallendes Blatt: Es zeigt einen Mann, der auf den sandigen Boden gefallen zu sein und ihn zu umarmen scheint – Brenners erstes Porträt für das Projekt, das seit dem 3. September im Jüdischen Museum Berlin (JMB) zu sehen ist. Was an den Bildern auffällt, ist das Fehlen jeglicher Infotafeln: Es gibt keine Labels. Weder für die Porträts noch für jüdisches Leben in Berlin.

essay Und auch sonst widersetzt sich der fotografische Essay,........

© Juedische Allgemeine


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