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Zerwürfnis mit Klingbeil: Der Kanzler sollte seiner Wirtschaftsministerin dankbar sein

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10.04.2026

Der Kanzler mag befremdet sein über den Vorstoß seiner Wirtschaftsministerin im Streit um die Spritpreise. Doch bei nüchterner Betrachtung sollte Friedrich Merz ihr eher dankbar sein. Denn Katherina Reiche tut das, was in dieser Koalition zunehmend zu kurz kommt: Sie setzt ökonomischen Sachverstand gegen politische Schnellschüsse. Wenn niemand mehr den Mut hat, fragwürdigen Ideen wie der von SPD-Chef und Finanzminister Lars Klingbeil propagierten Übergewinnsteuer zur Dämpfung der Spritpreise entschieden zu widersprechen – wer dann?

Reiche mag unbequem sein, aber genau das ist ihre Rolle. Sie wirkt wie das ordnungspolitische Gewissen einer Koalition, die Gefahr läuft, sich in........

© Handelsblatt