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Der Euro wirkt stabil – doch Deutschland zahlt den höchsten Preis

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Mehr als zehn Jahre liegt die Euro-Krise nun zurück. Der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Regierungen ist es vordergründig gelungen, den Euro zu stabilisieren und Zweifel am Fortbestand der Währungsunion zu zerstreuen. Und nicht nur das, die Euro-Zone scheint weiterhin attraktiv zu sein, wie der Beitritt Bulgariens Anfang des Jahres belegt.

Kritiker würden anmerken, dass es nicht unbedingt ein Zeichen der Attraktivität ist, wenn wirtschaftlich schwache und politisch instabile Länder beitreten, während wirtschaftlich erfolgreiche Staaten wie Polen und Tschechien, die eigentlich verpflichtet wären einzutreten, nicht einmal daran denken.

Warum sollten sie auch? Die Euro-Zone ist zu einer Haftungs- und Transferunion geworden – genau das, was der Vertrag von Maastricht verhindern sollte –, wie Tom Bugdalle vom Flossbach von Storch Research Institute in einer Studie darlegt: Die Fiskalregeln sind unglaubwürdig, weil Regelbrüche nie ernsthaft verfolgt wurden, die Nicht-Beistandsklausel (No-Bailout) ist nach den vielen Rettungsaktionen........

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