menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Kontakte statt Wettbewerb: Deutschland verschenkt Innovationschance bei der „Bürger-App“

11 0
02.04.2026

Es ist eines der ambitioniertesten Vorhaben der Bundesregierung: Mit einer „Bürger-App“ sollen viele Dienstleistungen des Staates auf dem Smartphone verfügbar sein: Wohnsitz ummelden, Kindergeld beantragen, eine GmbH gründen – alles von zu Hause.

Die öffentliche Wirkung eines solchen digitalen Bürgeramtes ist nicht zu unterschätzen: Eine Politik, die sichtbare Verbesserungen liefert, gewinnt Vertrauen zurück.

Aus politischer Logik ist daher verständlich, dass Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) SAP und Telekom mit einem Pilotprojekt beauftragt hat. Die beiden größten deutschen Technologieunternehmen haben die Corona-Warn-App erfolgreich umgesetzt, unter höchstem Druck und mit zahlreichen Interventionen der Politik. Das Duo ist damit eine sichere Wahl – und eine direkt verfügbare: Über Rahmenverträge kann die Bundesregierung es direkt beauftragen.

Bund beauftragt SAP und Telekom mit Bau der „Bürger-App“

Die öffentliche Wirkung eines solchen digitalen Bürgeramtes ist nicht zu unterschätzen: Eine Politik, die sichtbare Verbesserungen liefert, gewinnt Vertrauen zurück.

Aus politischer Logik ist daher verständlich, dass Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) SAP und Telekom mit einem Pilotprojekt beauftragt hat. Die beiden größten deutschen Technologieunternehmen haben die Corona-Warn-App erfolgreich umgesetzt, unter höchstem Druck und mit zahlreichen Interventionen der Politik. Das Duo ist damit eine sichere Wahl – und eine direkt verfügbare: Über Rahmenverträge kann die Bundesregierung es direkt beauftragen.

Bund beauftragt SAP und Telekom mit Bau der „Bürger-App“

Trotzdem hätte der Minister gut daran getan, anderen Anbietern eine Chance zu geben. Das digitale Bürgeramt könnte ein Großprojekt von nationalem Rang werden – ein Angebot, das viele Jahre oder sogar Jahrzehnte läuft. Ein echter Wettbewerb wäre daher geboten gewesen, bevor eine Vorentscheidung fällt.


© Handelsblatt