FR-üh dran zur Ukraine-Konferenz: Ein Orden bedroht die Allianz gegen Putin
FR-üh dran zur Ukraine-Konferenz: Ein Orden bedroht die Allianz gegen Putin
Stand: 25.06.2026, 06:00 Uhr
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Ein Orden, ein Geschichtsstreit und eine leere Bühne: Selenskyj bleibt der Ukraine-Konferenz in Danzig fern. Was das bedeutet, lesen Sie in unserem FR-üh dran.
FRüh Radar – das steht heute an: In Danzig, der polnischen Ostseehafen-Stadt, beginnt heute die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz – eine der wichtigsten internationalen Zusammenkünfte zur Zukunft des kriegsgebeutelten Landes. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft kommen zusammen, um über den Wiederaufbau der Ukraine zu beraten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist an, ebenso weitere Staats- und Regierungschefs. Wer fehlt: Wolodymyr Selenskyj. Der ukrainische Präsident hat seine Teilnahme abgesagt. Stattdessen leitet Ministerpräsidentin Julia Syrydenko die ukrainische Delegation. Der Grund für Selenskyjs Absage ist kein Terminkonflikt, sondern ein handfester Diplomatiestreit mit dem Gastgeberland Polen – ausgelöst durch eine Ehrung mit historischer Sprengkraft.
Was heute in Danzig verhandelt wird, ist eigentlich von enormer Bedeutung: Es geht um Milliarden für den Wiederaufbau eines Landes, das seit über vier Jahren unter russischen Bomben leidet. Wir erklären, wie es zu diesem diplomatischen Eklat kam, was auf dem Spiel steht – und warum Moskau der eigentliche Gewinner dieser Krise sein könnte.
Wir fassen zusammen, wie es dazu kam: Polen und die Ukraine verbindet seit dem russischen Angriff im Februar 2022 eine enge Partnerschaft. Warschau koordinierte Nachschublieferungen, nahm mehr ukrainische Geflüchtete auf als jedes andere Land und unterstützte Kiew auch finanziell erheblich. Diese Allianz galt lange als eine der tragenden Säulen europäischer Solidarität.
Doch dann kam eine Entscheidung, die in Polen tiefe Wunden aufriss: Präsident Selenskyj verlieh........
