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Wabi-Sabi mit Domingo

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17.05.2026

Teure Konzerte : Wabi-Sabi mit Domingo

Charisma altert nicht, es reift nur: Mit diesem Prinzip ist Plácido Domingo weiter auf Tour. Mittlerweile ein Bariton, gastiert er jetzt in Wiesbaden bei den Maifestspielen. Ein teures, aber begehrtes Vergnügen.

Für Stars musste man schon immer etwas tiefer in die Tasche greifen. Sie sind ja auch im Einkauf teuer. Enrico Caruso soll 1908, als er in Wiesbaden den Herzog aus „Rigoletto“ sang, 10.000 Goldmark bekommen haben. In heutiger Kaufkraft dürften das über 100.000 Euro sein. Dafür hat er dann auch mal eine Gratis-Arie vom Balkon des Palast-Hotels geschmettert.

Ein Jahrhundert später ließen sich seine Nachfolger im Startenor-Gewerbe ihre Wiesbadener Open-Air-Auftritte gut bezahlen. „Alle wollen Plácido sehen“, hieß es im Juli 2007 vor dem Arienabend des Sängers, der anno 1990 gemeinsam mit José Carreras und Luciano Pavarotti in Rom die Marke „Die drei Tenöre“ begründet hatte.

In Wiesbaden kosteten die Karten zwischen 60 und 320 Euro. Viel Geld für wenig Domingo,........

© Frankfurter Allgemeine