Der MDR schaltet sich ab
Wahlkampf Sachsen-Anhalt : Der MDR schaltet sich ab
Der MDR warnt mit Schwarzblenden vor der eigenen Abschaffung. Das könnte das Gegenteil des Erwünschten bewirken: nämlich, dass die Wähler den Eindruck gewinnen, die institutionell Etablierten sähen ihre letzten Felle davonschwimmen.
In Sachsen-Anhalt entsteht jetzt der Eindruck eines letzten Gefechts. Alles, was Rang und Namen hat, verbündet sich, um eine AfD-Regierung zu verhindern. Verbündet sich, so muss man ja auch sagen, gegen 40 Prozent der Wähler in diesem Bundesland. Herbert Grönemeyer kommt und singt mit regionalen Chören, Sandra Hüller wirbt für die demokratische Mitte, in Berlin gegründete Vereine sammeln Geld und fahren mit Bussen durchs Land, um auf die potentiell verheerenden Folgen einer AfD-Politik hinzuweisen.
Erinnerungen an den britischen Wahlkampf vor dem Brexit werden wach, bei dem man den Eindruck hatte, die Gegenseite hätte eigentlich nur dystopische Drohszenarien im Angebot, während die Befürworter des radikalen Bruchs mit dem Gewohnten von Neuheit und blühenden Landschaften schwärmen konnten. Die politische Anziehungskraft von Warnungen........
