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Musk im Machtrausch

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21.05.2026

Börsengang von SpaceX : Musk im Machtrausch

SpaceX dürfte zu einem Börsengang der Superlative werden. Die künftigen Aktionäre werden wenig zu sagen haben. Elon Musk hat sich unantastbar gemacht.

Er hat argumentiert, ein Anteil von 25 Prozent sei das richtige Maß, weil es ihm erheblichen Einfluss sichere, er aber noch immer entmachtet werden könne, falls er jemals „durchdrehen“ sollte.

Musk kann sich nur selbst entlassen

Wie unaufrichtig das war, zeigt sich jetzt, da Musk SpaceX an die Börse bringt, sein wichtigstes Unternehmen neben Tesla. Der gerade vorgelegte Börsenprospekt legt offen, dass er sich hier weitgehend unantastbar gemacht hat. Nicht nur hat SpaceX im Gegensatz zu Tesla zwei Klassen von Aktien, was ihm eine Mehrheit der Stimmrechte verschafft. Das Raumfahrtunternehmen geht so weit, Entscheidungen über eine etwaige Ablösung Musks Inhabern der mit zusätzlichen Stimmrechten ausgestatteten Aktien vorzubehalten. Das bedeutet, Musk kann sich nur selbst entlassen.

Anders als bei Tesla versucht er nun nicht einmal mehr den Anschein zu erwecken, es gebe ein Korrektiv für ihn, sollte er allzu sehr über die Stränge schlagen. Damit lässt er seine Maske fallen: Musk geht es um uneingeschränkte Kontrolle, und diesmal sichert er sie schon vor........

© Frankfurter Allgemeine