Überlässt die Mitte der AfD kampflos die eigenen Farben?
Deutschland-Fahne : Ist Klopps „wir“ noch die Mehrheit?
Bundestrainer Jürgen Klopp möchte die Deutschland-Fahne zurückholen. Ist das wirklich notwendig? Die AfD verfolgt jedenfalls einen langfristigen Plan. Da kann ein wenig Engagement durch den Charismatiker nicht schaden.
„Wir holen uns die Fahne zurück“, hat Jürgen Klopp als Ziel ausgegeben. Der Bundestrainer formulierte seinen Fahnen-Appell am vergangenen Donnerstag während seiner Pressekonferenz in der Frankfurter DFB-Zentrale aus Anlass der Nominierung des Nationalmannschaftskaders. Das ist ein kurzer Satz mit einigen Implikationen. An wen Klopp Schwarz-Rot-Gold verloren wähnt, das war allen im Saal sofort klar, ohne dass es gesagt wurde: an die AfD. Klopp weiter: Wer Schwarz-Rot-Gold schwinge, solle sich nicht schämen oder schief angesehen werden.
Einige Kommentatoren haben Klopp für seine Aussage gefeiert, der Kanzler solle sich ein Beispiel an Prägnanz und Bekenntnismut des Bundestrainers nehmen. Andere hielten dagegen: Hätte Merz wie Klopp gesprochen, ihm wäre Banalität vorgeworfen worden. Klopp sehe ein Problem, das sich längst erledigt habe, schließlich sei spätestens seit 2006 das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Nationalfahne entspannt.
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Die Lage ist etwas komplizierter. Denn man muss konstatieren, dass die AfD ziemlich weit gekommen ist in ihrem Bemühen, sich die Farben Schwarz-Rot-Gold anzueignen. Was, wie sie genau weiß und was sie nur allzu gern befördert, einer Kontamination für viele andere gleichkommt. Während der ........
