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Problemhund „George Michael“: Sein Frauchen muss jetzt 1050 Euro Strafe zahlen

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03.04.2026

Sie hat eine Stupsnase und ein kindliches Gesicht. Irina S.* sieht viel jünger aus, als sie mit ihren 29 Jahren ist. An diesem Donnerstag sitzt sie auf der Anklagebank des Amtsgerichts Tiergarten, weil ihr Hund „George Michael“ drei Menschen in Oberschöneweide gebissen hat. In einem Fall soll sie die Französische Bulldogge auf einen Polizisten gehetzt haben.

Doch war es wirklich so? Es ist ein Prozess, der ein aus den Fugen geratenes Leben offenbart, so sagt es der Richter Udo Kaussow. Andächtig lauscht Irina S. dem Dolmetscher, der neben ihr sitzt und die Worte ins Russische übersetzt. Einen Verteidiger hat die junge Frau nicht.

Irina S. wurde in Moldau geboren, sie studierte, legte zwei Diplome als Psychologin und Sozialarbeiterin ab, lebte in der Ukraine, war dort in einer Menschenrechtsorganisation tätig.

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Schon vor zehn Jahren hatte sie eine Französische Bulldogge übernommen, die aus einer Problemfamilie herausgenommen worden war. In den Papieren hieß der Hund nach dem Sänger George Michael. Irina S. nannte das Tier nur Jorja.

Irina S. arbeitete nach ihrer Ankunft in Deutschland ein Jahr lang als Sozialarbeiterin, half Menschen mit mentalen Problemen und war selbst psychisch krank. Seit jungen Jahren leidet sie unter Depressionen, eine Borderline-Erkrankung war diagnostiziert worden.

Gelallt, geschwankt und mit dem Hund gemeckert

Das Krankheitsbild verstärkte sich in Berlin. Die junge Frau nahm Medikamente, Drogen und trank immer mehr Alkohol. Sie arbeitete nicht mehr,........

© Berliner Zeitung