„Wir forschen an Fragen für spätere Generationen“
Zum 32. Mal hat der Klub der Bildungs- und WissenschaftsjournalistInnen Österreichs „Wissenschaftlerin des Jahres“ ausgezeichnet. Die Wahl für das Jahr 2025 fiel auf die Quantenphysikerin Francesca Ferlaino. Die 48-jährige Italienerin ist seit fast 20 Jahren in Österreich tätig und forscht in Innsbruck zu ultrakalten Quantengasen. In dieser Grundlagenforschung sieht sie einen „Motor unserer Zukunft“, wie sie bei der Preisverleihung im Wiener Presseclub Concordia erklärte: „Wissen ist ein gemeinsames Gut, das generationenübergreifend kollektiv entsteht, und sein wahrer Wert liegt nicht nur in seiner heutigen Anwendbarkeit, sondern in den Möglichkeiten, die es morgen eröffnen kann. Entscheidend ist, dass die Forschung immer neue Felder beschreitet. Denn Wissen bleibt für immer, für alle und ist universell. “
Über genau diesen forschenden Bick in die Zukunft und die Bedeutung von Quantenphysik in unserem Alltag sprach Ferlaino im Vorfeld der Preisverleihung im WZ-Interview, von GPS-Systemen bis zu Quantencomputern. Für sie bedeutet Wissenschaft nicht nur Entdeckung, sondern auch Verantwortung: „Unsere Aufgabe ist es, Wissen mit wissenschaftlicher Strenge und Neugier zu verfolgen und es ehrlich zu vermitteln – ohne Vereinfachung oder Überhöhung.“ Und die Quantenphysikerin, deren Liebe zu ihrem Fach einst ein Zufall geweckt hatte, wie sie im WZ-Interview erzählte, findet die Realität........
