Merkur-Gruppe kämpft um Casino-Lizenzen
trend: Man hört, dass sich die Gauselmann/Merkur-Gruppe um die Casino-Lizenzen in Österreich bewerben will. Ist das richtig?
David Schnabel (S): Ja. Wir werden ja immer wieder als Kandidat genannt und haben uns entschlossen, uns dazu auch klar zu bekennen: Wir wollen uns bewerben. Wir sind vorbereitet und würden unseren Hut gerne in den Ring werfen.
Sie haben sich vor mehr als zehn Jahren schon einmal für eine Casino-Lizenz in Österreich beworben. Das Projekt ist gescheitert. Warum tun Sie sich das noch einmal an?
S: Man weiß noch nicht genau, wie das Verfahren aussehen wird. Das macht die Vorbereitung nicht einfacher. Der österreichische Markt bleibt für uns aber interessant. Vor mehr als zehn Jahren standen wir im Spielbankengeschäft noch am Anfang. Heute bringen wir deutlich mehr eigene Erfahrung mit.
Sie haben damals rund 50 Millionen Euro umsonst investiert und es gab auch Überlegungen, den Staat zu klagen. Das ist nicht passiert. Warum nicht?
S: Das Verfahren hat sich über viele Jahre gezogen. Damit haben wir abgeschlossen. Für uns zählen jetzt der Blick nach vorne und ein transparentes, nachvollziehbares Verfahren.
Wieso glauben Sie, dass die Ausschreibung nun sauberer abläuft?
S: Ich gehe davon aus, dass es ein europaweites Verfahren mit klaren Spielregeln geben wird. Darauf bereiten wir uns vor. Entscheidend ist, dass alle Bewerber nach denselben Kriterien bewertet werden. Wir gehen davon aus, dass der Staat ein Interesse an einem transparenten und rechtssicheren Verfahren hat.
Wie bereitet man sich auf so eine Ausschreibung vor, wenn man gar nicht weiß, wie sie ausschauen wird?
S: Wir bewerten den Markt und Standorte sowie deren Einzugsgebiete. Wir schauen uns auch an, wie der bisherige Betreiber aufgestellt ist. Daraus entwickeln wir Konzepte, wie wir uns moderne Spielbanken in Österreich vorstellen.
Sie würden sich für alle Casino-Lizenzen – zwölf bis 15 – interessieren?
Sie hatten letztes Mal mit dem Stadtcasino Baden einen Partner dabei. Diesmal........
