Sport-Streaming-Seiten: Iran macht bei Beschlagnahmungen von Domains nicht mit
Sport-Streaming-Seiten: Iran macht bei Beschlagnahmungen von Domains nicht mit
Die USA gehen aktuell mit Beschlagnahmungen gegen Sport-Streaming-Seiten vor. Doch die Ausweichdomains im Iran sind alle noch verfügbar.
"Operation Offsides" blockierte 100 Sport-Streaming-Seiten
Ausweichlösung im Iran?
Drei Jahre in der Warteposition
Weitere iranische Domains
Politische Spannungen USA vs. Iran
Anonymität gewährleistet
Registrierung komplizierter, Verkauf für US-Registrare verboten
Der Iran als sicherer Hafen für Online-Piraten aller Art?
Die USA gehen weiterhin hart gegen Sport-Streaming-Seiten vor. Das Justizministerium führte allein letztes Wochenende weit über hundert Beschlagnahmungen von Domains durch. Während diese Durchsetzungsmaßnahmen Wirkung zeigten, nutzen mehrere der betroffenen Kandidaten nun Ausweichdomains unter dem iranischen Ländercode-TLD „.ir“, die für die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden offenbar schwerer zu erreichen sind.
„Operation Offsides“ blockierte 100 Sport-Streaming-Seiten
Da die FIFA-Weltmeisterschaft schon bald ihrem Ende entgegengeht, haben die US-Behörden ihre Maßnahmen gegen Sport-Streaming-Websites letztes Wochenende fortgesetzt. Bei der „Operation Offsides“ sperrte man über 100 Domains von rechtswidrigen Portalen. Diese neuen Beschlagnahmungen erfolgten mehr als zwei Wochen, nachdem das US-Justizministerium die Maßnahme offiziell angekündigt hatte. Zwar hat man keine neue Erklärung veröffentlicht, doch zielen die jüngsten Beschlagnahmungen zum Teil auf Ausweichdomains ab, auf die die Live-Sport-Portale nach dem ersten Durchgreifen umgestiegen waren.
Als man beispielsweise die Domain buffstreams.plus beschlagnahmt hatte, trat ibuffstreams.app an ihre Stelle. Dahinter steckt die gleiche Serverinfrastruktur. Diese Ersatzdomain blieb nicht unbemerkt und wurde daraufhin ebenfalls beschlagnahmt, woraufhin nun unter dieser Adresse nach Angaben von TorrentFreak nur noch der Beschlagnahmungs-Banner sichtbar ist.
Diese Beschlagnahmungen von Sekundärdomains richteten sich auch gegen viele andere bekannte Piraten-Domains und Marken, darunter sportsurge.ws, footybite.app, totalsportekz.app und istreameast.app. Das hatte zur Folge, dass unser letztes Update zu den Sport-Streaming-Seiten schon länger nicht mehr aktuell ist.
Ausweichlösung im Iran?
Solange die Betreiber dieser Seiten nicht gefasst werden, was höchst selten gelingt, richten sie in der Regel direkt neue Domainnamen ein. Der Umzug ist einfach, selbst wenn der Webhoster betroffen sein sollte, das geht mittlerweile alles sehr schnell. Das Vorgehen der US-Behörden ist an sich nichts Neues, doch eine aktuelle Reihe von Domains fiel insbesondere auf, weil sie scheinbar unempfindlich gegen die Maßnahmen der USA sind. Gemeint sind die iranischen Ländercode-Top-Level-Domains .ir. Beispielsweise buffstreams.ir, sportsurge.ir und footybite.ir sind alle aktiv und betriebsbereit. Diese Domains löst man alle auf dieselbe ukrainische IP-Adresse auf, die zuvor von den inzwischen beschlagnahmten Domains buffstreams.plus, ibuffstreams.app und sportsurge.ws genutzt wurden.
Die iranischen Domains sind mit iranischen Nameservern gekoppelt – ns1.pars.cloud und ns2.pars.cloud –, die ebenfalls neu sind, da die früheren Domains auf........
