menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Fünf Lehren aus der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

31 0
06.09.2026

Es war keine Wahl wie jede andere. So stark wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über Sachsen-Anhalt hinaus Beachtung. Und tatsächlich lassen sich aus dem Ergebnis Lehren ziehen, die über das kleine Bundesland hinaus von Bedeutung sind:

Die AfD wird inzwischen in fast allen Bevölkerungsgruppen gewählt

Die AfD gehört zu den radikalsten populistischen Parteien Europas. Doch 13 Jahre nach ihrer Gründung ist sie endgültig zur festen politischen Größe geworden. Nicht nur bei Landtagswahlen liegt die AfD inzwischen vorn, auch in den Umfragen für den Bund hat sie die Union abgehängt. Damit gehört sie zu den erfolgreichsten Parteineugründungen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die AfD gilt längst in nahezu allen Bevölkerungsgruppen als wählbar. Zwar erhält die Partei auch heute noch den stärksten Zuspruch von Männern mittleren Alters mit Haupt- oder Realschulabschluss, wie eine Untersuchung des Meinungsforschungsinstitutes dimap ergab. Doch inzwischen schneidet die Partei auch unter Frauen gut ab. Die Wahlmotive haben sich laut den Wahlforschern kaum verändert. Zuwanderung und Asyl werden am häufigsten als Grund genannt, die Partei zu wählen. Eine wissenschaftliche Untersuchung des Soziologen Martin Schröder (Universität des Saarlandes) kommt zu dem Ergebnis: Es sind nicht die wirtschaftlich Abgehängten, die sich der AfD zuwenden, sondern diejenigen, die starke Sorgen beim Thema Migration haben – selbst, wenn es ihnen selbst finanziell gut geht.

Nur die Angst hält die Koalition noch zusammen

Innerhalb der beiden........

© Südkurier