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Trotz katastrophaler Pisa-Ergebnisse: GEW will vorerst keine Lernstandstests in Schulen mehr

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08.09.2026

Es sind klare Worte, die die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Monika Stein, am Dienstagvormittag bei der Landespressekonferenz findet. „Vom vielen Messen wird die Sau nicht fetter“, sagte Stein. „Wir müssen aufhören, den Lernstand zu messen, ohne anschließend fördern zu können.“ Die GEW fordert, Lernstandserhebungen und Vergleichsarbeiten vorerst auszusetzen.

Dadurch sollen die rund 140.000 Lehrkräfte in Baden-Württemberg im neuen Schuljahr entlastet werden und mehr Zeit für ihre pädagogischen Aufgaben gewinnen. Konkret stört sich die GEW an den landesweiten Vergleichsarbeiten in Klasse 2, 5 und 7 sowie an den bundesweiten Vera-Erhebungen, die in den Klassen 3 und 8 durchgeführt werden. Es reiche nicht, immer genauer festzustellen, wo Schülerinnen und Schüler Lernlücken haben, sagte Stein, wenn den Schulen anschließend die Mittel und Möglichkeiten fehlen, diese Lücken zu schließen. Er müsse erst einmal in Unterricht und Förderung investiert werden – dann könne man wieder stärker messen und vergleichen.

Sie spielte damit auch auf die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse der neuen Pisa-Studie........

© Südkurier