Tragödie oder Farce?
Geschichte wiederholt sich bekanntlich nicht, auch wenn bestimmte Muster immer wieder vorkommen. Kein Geringerer als Karl Marx ergänzte, dass eine Wiederholung der Geschichte zuerst als Tragödie, dann als Farce abläuft.
Was wir in diesen Tagen bei den Verrenkungen unserer EU-Oberen in Brüssel erleben, lässt die Frage aufkommen, ob wir noch in der Phase der Tragödie sind oder ob es schon eine Farce ist. Zumindest sind die Ergebnisse der nächtelangen Debatten um die weitere Finanzierung des Krieges in der Ukraine beileibe kein Kompromiss, nicht einmal ein fauler.
Die linke Medienlandschaft in Europa ist nicht groß, aber es gibt sie: ob nun die französische »L’Humanité« oder die schweizerische »Wochenzeitung« (WOZ), ob »Il Manifesto« aus Italien, die luxemburgische »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek«, die finnische »Kansan Uutiset«, der britische »Morning Star« oder »Naše Pravda« aus Prag. Sie alle beleuchten internationale und nationale Entwicklungen aus einer progressiven Sicht. Mit einer Reihe dieser Medien arbeitet »nd« bereits seit Längerem zusammen – inhaltlich zum Beispiel bei unserem internationalen Jahresrückblick oder der Übernahme von Reportagen und Interviews, technisch bei der Entwicklung unserer Digital-App.
Mit der Kolumne »Die........
