Lohndeckel für Krankenkassenchefs: Das ist Populismus, lieber Bundesrat
Lohndeckel für Krankenkassenchefs: Das ist Populismus, lieber Bundesrat
Die Manager und Verwaltungsrätinnen von Krankenkassen sollen künftig nicht mehr verdienen als ein Bundesrat. Die Massnahme ist entweder Ausdruck von Hilflosigkeit – oder ein weiterer Schritt Richtung Verstaatlichung.
Auch der Bundesrat findet Lohndeckel für Krankenkassenchefs und deren Verwaltungsrätinnen eine gute Idee. Er unterstützt eine entsprechende Forderung aus dem Parlament, wie er diese Woche bekannt gab. Der geneigte Beobachter reibt sich die Augen: Ist die Politik komplett dem Populismus verfallen?
Die Massnahme wirkt maximal als Beruhigungspille für die Bevölkerung. Selbst die Regierung räumt ein, dass der Lohndeckel «kaum» zu einer Senkung der Prämien führen wird. Das ist untertrieben. Jede versicherte Person zahlt im Schnitt 24 Rappen an das Salär des jeweiligen Kassenchefs. Die Gesundheitskosten steigen derweil so stark, dass dieser Betrag schlicht nicht ins Gewicht fällt. Zur Erinnerung: Die Prämie stieg heuer für eine erwachsene Person um 220 Franken pro Jahr.
Wirkung entfaltet die Massnahme einzig bei den üppigen Salären der Verwaltungsräte und CEOs. Managerinnen und Manager, die teilweise mehr als 800'000 Franken pro Jahr einstreichen,........
